Peter Seipel - Fotografie

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Die Farben des Tweed

Harris Tweed ist ein Stoff aus reiner Schurwolle, der exklusiv von den Äußeren Hebriden stammt. Er wird von den Bewohnern der schottischen Inseln Lewis, Harris, Uist und Barra nach traditionellen Verfahren gewebt, gefärbt und versponnen. Die faszinierende Farbpalette des Tweed ist von der Natur inspiriert, die in Schottland unter dem Einfluss des atlantischen Klimas steht. Oft wechseln mehrmals täglich Wolken, Regen und Sonnenlicht, wofür in Schottland das geflügelte Wort „four seasons in a day“ kursiert. So ergeben sich für Fotografen besonders reizvolle Lichtstimmungen. Auf meinen Reisen über das schottische Festland und die Inseln Skye, Mull, Iona, Lewis und Harris konnte ich die Entstehung von Tweed-Stoffen in allen Etappen von der Schafschur über die Färbung mit natürlichen Pigmenten bis zur Spinnerei und Weberei verfolgen. Die Vielfalt der daraus gefertigten Produkte reicht von Sakkos, Jacken, Hosen und Kilts bis zu Taschen, Schuhen, Decken und Accessoires. Die beeindruckende Fülle an Designs beruht zum Teil auf traditionellen Tartan-Mustern und wird laufend durch neue Entwürfe erweitert. Wie stark die dafür verwendete Farbpalette von der Natur inspiriert ist, entdeckte ich bei der Betrachtung von Tweed-Stoffmustern, die mir freundlicherweise vom House of Scotland Wien zur Verfügung gestellt wurden. Die verblüffenden farblichen Übereinstimmungen vieler Tweedmuster mit meinen Fotos inspirierten mich zu diesem Projekt.

Auf in den Westen

Auf einer abendlichen Autofahrt Richtung Westen muss mit Gegenlicht durch die tiefstehende Sonne gerechnet werden. Sonnenblenden und Sonnenbrillen schützen die Augen und tauchen die obere Gesichtshälfte ins Dunkel. Hinter dem Steuer sollten sich alle an dieselben Regeln halten, mit Accessoires dürfen sie ihr Fahrzeug individuell gestalten.

U6 – Die Wiener Verbindung

Die Passagiere der U-Bahnlinie U6 repräsentieren die kulturelle Vielfalt der Wiener Bevölkerung. Im Durchschnitt nützen täglich rund 255.000 Menschen das öffentliche Verkehrsmittel. Die hauptsächlich oberirdisch geführte U6 hält an 24 Stationen und verbindet den Norden mit dem Süden Wiens. Die ältesten Stationsgebäude, Brücken und Viadukte entwarf Jugendstilarchitekt Otto Wagner um 1900 für die Wiener Dampf-Stadtbahn. In den 1990er Jahren gestaltete der Wiener Architekt Johann Georg Gsteu sechs neue Stationen im Süden Wiens mit modernen Verkleidungen aus Aluminiumblechen.